brief an den liebsten
deine stimme eben am telefon klang so, als ob die sonne in deinem gesicht auch dein herz erreicht hat. unbeschwertheit klang mit und eine grundsätzliche freude, die nur noch selten zu finden ist. ausser bei kindern vielleicht, die sich an seifenblasen, dicken hummeln, grossen pfützen und selbst erfundenen kauderwelschmelodien ergötzen können.
ehrlich gesagt, beneide ich dich im moment, um das, was ich die letzten jahre nicht haben konnte und so bald nicht haben werde.
irgendwann im laufe des tages wurde mir gewahr, dass der roman, der mit mir aus der realität flieht, in frankreich spielt und dass ich heute morgen, ohne es zu merken, französische musik eingelegt habe. das musical "notre dame de paris" beschallte die kirchgänger draussen auf der strasse, die auf der suche nach göttlicher absolution an meinem fenster vorbeischlurften, während ihnen die weltlichkeit als pompöse melodien ins gesicht schlug.
bonjour tristesse, der tag wollte nicht so richtig in schwung kommen, müde lag er auf dem asphalt und wartete auf sonnenstrahlen.
es scheint, ich will dir mit meiner francophilen stimmung auf unterbewusste, leise art nah sein...als ob musik, französische schauplätze, französische worte eine brücke bauen könnten, auf der ich stehe, um dein hausboot in weiter ferne am horizont treiben zu sehen. zu weit weg, um aufzuspringen, jedoch nah genug, um mit herz und hand zu winken.
sonnenstrahlen kann man leider nicht fangen, ich werde sie höchstens in deiner umarmung spüren, wenn wir uns wiedersehen.
aber wenn klaus hoffmann singt: "das ist derselbe mond wie über berlin", weiss ich, was er meint.
morgen werde ich eine wolkenwegschieberin.

(jean-baptiste-camille corot - der brief)
ehrlich gesagt, beneide ich dich im moment, um das, was ich die letzten jahre nicht haben konnte und so bald nicht haben werde.
irgendwann im laufe des tages wurde mir gewahr, dass der roman, der mit mir aus der realität flieht, in frankreich spielt und dass ich heute morgen, ohne es zu merken, französische musik eingelegt habe. das musical "notre dame de paris" beschallte die kirchgänger draussen auf der strasse, die auf der suche nach göttlicher absolution an meinem fenster vorbeischlurften, während ihnen die weltlichkeit als pompöse melodien ins gesicht schlug.
bonjour tristesse, der tag wollte nicht so richtig in schwung kommen, müde lag er auf dem asphalt und wartete auf sonnenstrahlen.
es scheint, ich will dir mit meiner francophilen stimmung auf unterbewusste, leise art nah sein...als ob musik, französische schauplätze, französische worte eine brücke bauen könnten, auf der ich stehe, um dein hausboot in weiter ferne am horizont treiben zu sehen. zu weit weg, um aufzuspringen, jedoch nah genug, um mit herz und hand zu winken.
sonnenstrahlen kann man leider nicht fangen, ich werde sie höchstens in deiner umarmung spüren, wenn wir uns wiedersehen.
aber wenn klaus hoffmann singt: "das ist derselbe mond wie über berlin", weiss ich, was er meint.
morgen werde ich eine wolkenwegschieberin.

(jean-baptiste-camille corot - der brief)
zuggermuddi - 23. Okt, 20:22
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500beine - 25. Okt, 14:29
also hier im westen
heisst es alles fotzen ausser
mutti, ich wollte es nur mal
erwähnt haben..
heisst es alles fotzen ausser
mutti, ich wollte es nur mal
erwähnt haben..
zuggermuddi - 25. Okt, 14:53
im westen nichts neues
thema verfehlt.
in ihrem kopf sind doch so wunderbare dinge versteckt.
in ihrem kopf sind doch so wunderbare dinge versteckt.
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