no regrets
tell me a story, where we all change and we'd live our lifes together and not enstranged. es hatte nicht geregnet, der tag verlor nicht seine farbe, die zeit stand nicht still, die bäume verloren nicht die blätter, als er ging.
das kind sass auf ihrer hüfte, nuckelte am daumen, in der faust einen schokoriegel, nicht zartbitter wie ihre gefühle, sondern unendlich süss. zu klein, um zu begreifen, kinderkummer resultierend aus ihren tränen schokoladengestillt. sie hatte es gewusst, immer gewusst, in schlaflosen nächten, in denen er nicht nach hause kam, an schweigenden morgen, an denen sich der schlüssel im schloss drehte und der duft fremder haut den kaffeeduft am frühstückstisch übertönte. die zeitung vor seinem gesicht, eine undurchdringliche mauer, sparsame blicke auf das kakaoverschmierte runde kindergesicht.
die blumen blühten weiter, der postbote pfiff ein lied auf seinem fahrrad, als er winkend an ihr vorüberfuhr, ihr gesicht unbeweglich, das kind warm auf ihrem arm.
sie würde die kraft finden, die sie jahrelang nicht wahrhaben wollte, gleich würden ihre beine ihr gehorchen, umdrehen, gehen, weitergehen, schritt für schritt, weiteratmen, aufatmen, die tür schliessen, für immer.
no regrets. wenn es nicht so tragisch wäre, wäre es zum lachen, ein hysterisches kichern bahnte sich seinen weg aus ihrem mund, erschrak sich vor der lautstarken courage und verschwand in der lauen sommerbrise.
no regrets, they don't work, they only hurt. der schmerz war irgendwann ein dumpfer begleiter, stumm, anklagend, wenn abends die uhr unerbittlich tickte und die sorgsam gemachte betthälfte verwaiste.
die offenbarung von freiheit reusultierte nicht aus erhobenen zeigefingern, zusammgezogenen augenbrauen, mitleidigen blicken und geschüttelten köpfen im freundeskreis. jeder ratschlag, jegliche ratio prallte ab an ihrer mauer aus duldsamkeit, aus ihrer hoffnung, dass liebe ein geschenk sei, das man nicht wegwerfen dürfe, auch wenn die definition dieser eine selbstzerstörerische war.
die offenbarung von freiheit war ein lied, gesungen aus tausenden von kehlen. i don't want to hate but that's all you've left me with, a bitter aftertaste and a fantasy of
how we all could live. ein geschenk, das er ihr machte, ein unscheinbarer briefumschlag unter dem kugelgeschmückten tannenbaum, erwartungsvolle blicke seiner eltern, die das kleine auf dem schoss hielten. felt things were going wrong, when you didn't like my mother. oh du fröhliche weihnachtszeit. das fest der liebe, seine liebe verpackt in einem briefumschlag. nur eine karte. eine einzige. der babysitter sei organisiert, er selbst habe leider einen unaufschiebbaren geschäftstermin.
er hatte sich freigekauft mit einem konzert, mit einem sänger, den sie nur aus dem radio kannte. sein alibi war unnötig, die maske nur gewahrt für einen heiligen abend, an dem sein präsent eine gerissene doppelfunktion übernahm. you didn't have the time, so I softly slip away.
die kalte jahreszeit verging, die einsamkeit blieb, die tränen, die angst, die hoffnung. das kleine schlief eingerollt im kinderbett, das geld für das nette nachbarmädchen, zu jung, um eine potentielle gefahr sein zu können, lag auf der ablage im flur. morgens bahnte sich ein viel-spass-heute-abend durch die zeitungsmauer, das sich lobend auf die eigene schulter hätte klopfen können.
sie spürte sich zum ersten mal seit jahren, spürte ihr gewaltiges sein inmitten einer wogenden masse. ihre arme, beine schultern, verschwitzt, sich an fremden körpern reibend. tausend stimmen, die zu einer verschmolzen, zu ihrer stimme, die jahrelang geschwiegen hatte, gefangen in familiärer zuckerwatte aus gespielter glückseligkeit. und schrie und sang, bahnte sich einen weg in die freiheit, in der viele wege existierten, wenn sie endlich den aufbruch wagte. no regrets, they don't work. schrie und sang. glückstaumelig, verheissungsvoll.
es war schon spät, als sie nach hause kam, die grossen reisekoffer aus dem keller holte, sich nicht die mühe machte, kleidung ordentlich zusammenzulegen, alles hineinstopfte, den nacken steif vom tanzen, den hals wund vom singen, die gemeinsamen fotos verbrannte und nichts spürte beim erinnern an vergangene momente, kein bedauern, nur eine leise wut, die mehr mit ihr als mit ihm zu tun hatte. often I sit down and think of you for a while, then it passes by me and I think of someone else instead.
ein handgeschriebener zettel auf seinen koffern, die geduldig auf seine heimkehr, wo kein heim mehr war für ihn, warteten. sie würde nie wieder warten müssen: i guess the love we once had is officially dead.
für geli, sabine und alle anderen alleinerziehenden mütter, die jeden tag unglaubliches leisten
das kind sass auf ihrer hüfte, nuckelte am daumen, in der faust einen schokoriegel, nicht zartbitter wie ihre gefühle, sondern unendlich süss. zu klein, um zu begreifen, kinderkummer resultierend aus ihren tränen schokoladengestillt. sie hatte es gewusst, immer gewusst, in schlaflosen nächten, in denen er nicht nach hause kam, an schweigenden morgen, an denen sich der schlüssel im schloss drehte und der duft fremder haut den kaffeeduft am frühstückstisch übertönte. die zeitung vor seinem gesicht, eine undurchdringliche mauer, sparsame blicke auf das kakaoverschmierte runde kindergesicht.
die blumen blühten weiter, der postbote pfiff ein lied auf seinem fahrrad, als er winkend an ihr vorüberfuhr, ihr gesicht unbeweglich, das kind warm auf ihrem arm.
sie würde die kraft finden, die sie jahrelang nicht wahrhaben wollte, gleich würden ihre beine ihr gehorchen, umdrehen, gehen, weitergehen, schritt für schritt, weiteratmen, aufatmen, die tür schliessen, für immer.
no regrets. wenn es nicht so tragisch wäre, wäre es zum lachen, ein hysterisches kichern bahnte sich seinen weg aus ihrem mund, erschrak sich vor der lautstarken courage und verschwand in der lauen sommerbrise.
no regrets, they don't work, they only hurt. der schmerz war irgendwann ein dumpfer begleiter, stumm, anklagend, wenn abends die uhr unerbittlich tickte und die sorgsam gemachte betthälfte verwaiste.
die offenbarung von freiheit reusultierte nicht aus erhobenen zeigefingern, zusammgezogenen augenbrauen, mitleidigen blicken und geschüttelten köpfen im freundeskreis. jeder ratschlag, jegliche ratio prallte ab an ihrer mauer aus duldsamkeit, aus ihrer hoffnung, dass liebe ein geschenk sei, das man nicht wegwerfen dürfe, auch wenn die definition dieser eine selbstzerstörerische war.
die offenbarung von freiheit war ein lied, gesungen aus tausenden von kehlen. i don't want to hate but that's all you've left me with, a bitter aftertaste and a fantasy of
how we all could live. ein geschenk, das er ihr machte, ein unscheinbarer briefumschlag unter dem kugelgeschmückten tannenbaum, erwartungsvolle blicke seiner eltern, die das kleine auf dem schoss hielten. felt things were going wrong, when you didn't like my mother. oh du fröhliche weihnachtszeit. das fest der liebe, seine liebe verpackt in einem briefumschlag. nur eine karte. eine einzige. der babysitter sei organisiert, er selbst habe leider einen unaufschiebbaren geschäftstermin.
er hatte sich freigekauft mit einem konzert, mit einem sänger, den sie nur aus dem radio kannte. sein alibi war unnötig, die maske nur gewahrt für einen heiligen abend, an dem sein präsent eine gerissene doppelfunktion übernahm. you didn't have the time, so I softly slip away.
die kalte jahreszeit verging, die einsamkeit blieb, die tränen, die angst, die hoffnung. das kleine schlief eingerollt im kinderbett, das geld für das nette nachbarmädchen, zu jung, um eine potentielle gefahr sein zu können, lag auf der ablage im flur. morgens bahnte sich ein viel-spass-heute-abend durch die zeitungsmauer, das sich lobend auf die eigene schulter hätte klopfen können.
sie spürte sich zum ersten mal seit jahren, spürte ihr gewaltiges sein inmitten einer wogenden masse. ihre arme, beine schultern, verschwitzt, sich an fremden körpern reibend. tausend stimmen, die zu einer verschmolzen, zu ihrer stimme, die jahrelang geschwiegen hatte, gefangen in familiärer zuckerwatte aus gespielter glückseligkeit. und schrie und sang, bahnte sich einen weg in die freiheit, in der viele wege existierten, wenn sie endlich den aufbruch wagte. no regrets, they don't work. schrie und sang. glückstaumelig, verheissungsvoll.
es war schon spät, als sie nach hause kam, die grossen reisekoffer aus dem keller holte, sich nicht die mühe machte, kleidung ordentlich zusammenzulegen, alles hineinstopfte, den nacken steif vom tanzen, den hals wund vom singen, die gemeinsamen fotos verbrannte und nichts spürte beim erinnern an vergangene momente, kein bedauern, nur eine leise wut, die mehr mit ihr als mit ihm zu tun hatte. often I sit down and think of you for a while, then it passes by me and I think of someone else instead.
ein handgeschriebener zettel auf seinen koffern, die geduldig auf seine heimkehr, wo kein heim mehr war für ihn, warteten. sie würde nie wieder warten müssen: i guess the love we once had is officially dead.
für geli, sabine und alle anderen alleinerziehenden mütter, die jeden tag unglaubliches leisten
zuggermuddi - 28. Jun, 19:17
6 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
SirDregan (Gast) - 28. Jun, 21:16
Wahnsinnstext. Hatte ja das Glück sozusagen ein Preview zu bekommen :)
Hat mich echt richtig berührt.
Hat mich echt richtig berührt.
padre (Gast) - 10. Jul, 18:30
sehr tief und bewegend.
nicht lethargisch deprimiert, sondern emotional und kraftvoll. mächtig. selbstbestimmt. endlich.
grüße
nicht lethargisch deprimiert, sondern emotional und kraftvoll. mächtig. selbstbestimmt. endlich.
grüße
KleinesF (Gast) - 8. Aug, 10:22
Hat Robby da nicht ein Lied draus gemacht?
zuggermuddi - 19. Okt, 13:12
nein umgekehrt...
ich habe aus dem lied eine geschichte gemacht. das war doch sinn der sache...der herr dregan hat damals mit robbie-karten um sich geschmissen und dafür geistige ergüsse gesammelt.
Trackback URL:
https://zuggermuddi.twoday.net/stories/2257193/modTrackback