gute-nacht-geschichte für g.
vor langer zeit, keine menschenseele erinnert sich an diese tage, lebten die vögel wohlbehütet in einer grossen felsspalte etliche meter über dem meeresspiegel. von der sonne geweckt, vom mondenlicht in den schlaf gebracht, verstrich ein tag wie der andere in eintönigkeit und gleichmäßigkeit. die felsspalte war weitläufig und bot genug platz, um die brut grosszuziehen, nahrung und wasser waren vorhanden und die vögel waren zufrieden mit ihrem los, in den tag hineinzuleben.
zu jener zeit war den vögeln nicht bekannt, dass sie die gabe besitzen, zu fliegen. sie benutzten lediglich ihre zwei beine, um nahrung für die brut heranzuschaffen und ihresgleichen in anderen ecken der felsspalte zu besuchen. ihr gefieder war weich, glänzend, mal mehr, mal weniger bunt. sie pflegten es mit hingabe, weil es ihnen wärme und schutz in manch kalter winternacht brachte.
zu dieser zeit lebte eine vogelfrau mit rotem gefieder und lustigen punkten, die mutiger war als alle anderen vögel. dieser vogel hatte irgendwann zwei eier gelegt, aus denen farbenfrohe, bunte vogelmädchen heranwuchsen. nicht immer war es üblich, dass eine vogelmutter den passenden partner hatte und wenngleich die meisten vogeleltern als paare ihre brut heranzogen, war es nicht ungewöhnlich, wenn es mitstreiter unter ihnen gab, die ihre kinder alleine heranzogen. die vogelgemeinschaft war sogar gewillt, die fittiche zu spreizen und ab und an fremde vogelkinder unter diese zu nehmen, wenn die vogelmütter sich auf die suche nach futter für ihre brut begaben.
die rotgefiederte vogelmutter gelangte irgendwann an einem freundlichen, sonnigen frühlingstag auf ihrer suche nach nahrung an den äussersten rand der felsspalte, wo ein ziemlich kecker wurm auf der flucht vor ihrem spitzen schnabel hingekrochen war und auf einmal stellte die vogelfrau fest, dass hier das ende des felspalteaus erreicht war. sie kniff ungläubig die augen zusammen, denn unter ihr lag das meer... weit... gross...in tausenden und abertausenden von blautönen...unendlich....es glitzerte geheimnisvoll...rauschte und wisperte und sprach zu ihrem herzen. es erzählte von fernen ländern, an deren ufern seine wellen rollten...beschrieb flüsse, die in seine unendlichkeit mündeten...sang von wäldern und tälern, die das wasser aufnahmen, welches das meer der sonne schenkte.
eine unerklärliche sehnsucht machte sich in dem herzen der vogelfrau breit und wie von selbst streckte sie ihre flügel aus, in die der wind zärtlich hineinfuhr, als ob er ihr einen kleinen anstoss geben wollte. für einen kurzen augenblick verlor sie den boden unter den füssen, erlangte sie eine leichtigkeit, die mit nichts zu vergleichen war, was sie bis dahin gespürt hatte...wie gerne hätte sie sich einfach fallen lassen, als auf einmal ein empörter aufschrei sie zurück auf den felsigen boden der tatsachen zurückholte.
hinter der vogelfrau hatten sich mehrere andere vogelmütter versammelt, die entsetzt auf die ausgebreiteten flügel starrten, die sich leise wieder an den pulsierenden körper der vogelfrau anschmiegten.
mahnende blicke ruhten auf ihr, ein leises kopfschütteln demonstrierte ihr, dass eine felsspalte, nahrung und wasser, weggefährten und ein gemachtes nest genug seien. sie solle an ihrer vogelkinder denken und daran, dass man tief fallen könne, wenn man sich zu nahe an den rand des felsplateaus wagen würde...federn seien zum putzen da, federn seien ein garant für wärme und vielleicht ein attraktiver schmuck auf der suche nach dem nächsten vogelmann und damit solle sie sich zufrieden geben. alles andere wären träumereien, ein gefährliches unterfangen, sinnlos, unverantwortlich und mit einer ungewissheit verbunden, die nichts als unglück bringen würde.
die tage verstrichen und die vogelfrau fügte sich ihrem vermeintlichen schicksal, ihr restliches leben in der eintönigkeit des alltages zu verbringen, wäre da nicht die stimme in ihrem herzen gewesen, die vom meer, dem wind und der sonne sprach und sie in vielen mondhellen nächten wieder und immer wieder an den rand trieb, wo sich tief unter ihr die wellen an den felsen brachen...sie spürte, dass irgendetwas in ihr wuchs, das grösser und grösser wurde, das eine unbändige lust in ihr entfachte, die gelebt und geliebt werden wollte.
und die stimme sagte: spring! breite deine flügel aus, vertraue dem wind, der dich tragen wird....
irgendwann war diese sehnsucht so ungebändigt, so entfesselt, dass kein wenn und kein aber, keine erfahrungswerte der anderen vögel, keine bedenken, keine zweifel sie mehr zurückhielten.
erst zaghaft, dann immer bestimmter überliess sie ihre flügel dem wind, spürte die kraft, die sich ihrem gefieder annahm...liess los, liess sich fallen und
...flog.
das fliegen war einfach, war selbstverständlich, eine gabe, die seit urzeiten in ihr steckte und nur darauf gewartet hatte, gefunden zu werden...
nichts würde sie mehr halten können auf ihrem weg in die sonne, der unentdeckt vor ihr lag.

zu jener zeit war den vögeln nicht bekannt, dass sie die gabe besitzen, zu fliegen. sie benutzten lediglich ihre zwei beine, um nahrung für die brut heranzuschaffen und ihresgleichen in anderen ecken der felsspalte zu besuchen. ihr gefieder war weich, glänzend, mal mehr, mal weniger bunt. sie pflegten es mit hingabe, weil es ihnen wärme und schutz in manch kalter winternacht brachte.
zu dieser zeit lebte eine vogelfrau mit rotem gefieder und lustigen punkten, die mutiger war als alle anderen vögel. dieser vogel hatte irgendwann zwei eier gelegt, aus denen farbenfrohe, bunte vogelmädchen heranwuchsen. nicht immer war es üblich, dass eine vogelmutter den passenden partner hatte und wenngleich die meisten vogeleltern als paare ihre brut heranzogen, war es nicht ungewöhnlich, wenn es mitstreiter unter ihnen gab, die ihre kinder alleine heranzogen. die vogelgemeinschaft war sogar gewillt, die fittiche zu spreizen und ab und an fremde vogelkinder unter diese zu nehmen, wenn die vogelmütter sich auf die suche nach futter für ihre brut begaben.
die rotgefiederte vogelmutter gelangte irgendwann an einem freundlichen, sonnigen frühlingstag auf ihrer suche nach nahrung an den äussersten rand der felsspalte, wo ein ziemlich kecker wurm auf der flucht vor ihrem spitzen schnabel hingekrochen war und auf einmal stellte die vogelfrau fest, dass hier das ende des felspalteaus erreicht war. sie kniff ungläubig die augen zusammen, denn unter ihr lag das meer... weit... gross...in tausenden und abertausenden von blautönen...unendlich....es glitzerte geheimnisvoll...rauschte und wisperte und sprach zu ihrem herzen. es erzählte von fernen ländern, an deren ufern seine wellen rollten...beschrieb flüsse, die in seine unendlichkeit mündeten...sang von wäldern und tälern, die das wasser aufnahmen, welches das meer der sonne schenkte.
eine unerklärliche sehnsucht machte sich in dem herzen der vogelfrau breit und wie von selbst streckte sie ihre flügel aus, in die der wind zärtlich hineinfuhr, als ob er ihr einen kleinen anstoss geben wollte. für einen kurzen augenblick verlor sie den boden unter den füssen, erlangte sie eine leichtigkeit, die mit nichts zu vergleichen war, was sie bis dahin gespürt hatte...wie gerne hätte sie sich einfach fallen lassen, als auf einmal ein empörter aufschrei sie zurück auf den felsigen boden der tatsachen zurückholte.
hinter der vogelfrau hatten sich mehrere andere vogelmütter versammelt, die entsetzt auf die ausgebreiteten flügel starrten, die sich leise wieder an den pulsierenden körper der vogelfrau anschmiegten.
mahnende blicke ruhten auf ihr, ein leises kopfschütteln demonstrierte ihr, dass eine felsspalte, nahrung und wasser, weggefährten und ein gemachtes nest genug seien. sie solle an ihrer vogelkinder denken und daran, dass man tief fallen könne, wenn man sich zu nahe an den rand des felsplateaus wagen würde...federn seien zum putzen da, federn seien ein garant für wärme und vielleicht ein attraktiver schmuck auf der suche nach dem nächsten vogelmann und damit solle sie sich zufrieden geben. alles andere wären träumereien, ein gefährliches unterfangen, sinnlos, unverantwortlich und mit einer ungewissheit verbunden, die nichts als unglück bringen würde.
die tage verstrichen und die vogelfrau fügte sich ihrem vermeintlichen schicksal, ihr restliches leben in der eintönigkeit des alltages zu verbringen, wäre da nicht die stimme in ihrem herzen gewesen, die vom meer, dem wind und der sonne sprach und sie in vielen mondhellen nächten wieder und immer wieder an den rand trieb, wo sich tief unter ihr die wellen an den felsen brachen...sie spürte, dass irgendetwas in ihr wuchs, das grösser und grösser wurde, das eine unbändige lust in ihr entfachte, die gelebt und geliebt werden wollte.
und die stimme sagte: spring! breite deine flügel aus, vertraue dem wind, der dich tragen wird....
irgendwann war diese sehnsucht so ungebändigt, so entfesselt, dass kein wenn und kein aber, keine erfahrungswerte der anderen vögel, keine bedenken, keine zweifel sie mehr zurückhielten.
erst zaghaft, dann immer bestimmter überliess sie ihre flügel dem wind, spürte die kraft, die sich ihrem gefieder annahm...liess los, liess sich fallen und
...flog.
das fliegen war einfach, war selbstverständlich, eine gabe, die seit urzeiten in ihr steckte und nur darauf gewartet hatte, gefunden zu werden...
nichts würde sie mehr halten können auf ihrem weg in die sonne, der unentdeckt vor ihr lag.

zuggermuddi - 19. Okt, 12:55
2 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
Lurchentsafter (Gast) - 20. Okt, 08:13
Die rote Pille
Ich überlege nun schon seit ein paar Minuten, was ich gehaltvolles zusteuern kann, aber es fällt mir schwer, da etwas angemessenes zu finden, auf einem Seminar habe ich folgendes mit auf den Weg bekommen:
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Menschen können zwischen zwei SeinsZuständen wählen:
Mangel, Angst & Misstrauen - oder - Fülle, Liebe & Vertrauen.
Jeder Mensch wählt das, was er zum jeweiligen Zeitpunkt für das Beste hält.
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Nur meine 0,02 Eur.
-l
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Menschen können zwischen zwei SeinsZuständen wählen:
Mangel, Angst & Misstrauen - oder - Fülle, Liebe & Vertrauen.
Jeder Mensch wählt das, was er zum jeweiligen Zeitpunkt für das Beste hält.
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Nur meine 0,02 Eur.
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